Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Zusammen kreativ sein

13. KREATIV-TAG, diesmal ein wenig anders!

Kochen von Wenigen für Alle?
Theater spielen mit Alt und Jung?
Malen, ohne zu sehen?
Trommeln mit Vielen?
Durch den Kiez mit Rollstuhl und Rollator?

Ob das geht, hatten wir Mitte April gefragt.
Und wie das ging!


Foto: Maichel Dutta

Am Freitag, 12. April 2019, strömten rund 70 Menschen – Alt und Jung, beeinträchtigt und auch nicht - nachmittags ins Nachbarschaftshaus Urbanstraße und lauschten den Begrüßungsworten Frau Cheblis und Frau Ehrlichmanns. Frau Chebli, Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement und Schirmherrin, ging auf das Motto des Tages ein  und meinte dazu wörtlich: ‚Ich stehe auf Anderes‘. Der Kreativtag sei in Zeiten immer stärker werdender rechter Kräfte durchaus als ein politisches Statement zu verstehen. Auch Frau Ehrlichmann, Beauftragte für Menschen mit Behinderung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, lobte die Vielfältigkeit und forderte die Zuhörenden auf, gemeinsam etwas zu machen, ja: gemeinsam kreativ zu werden.

 

 

Foto: Maichel Dutta

Und das taten dann auch die Besucher_innen. Sie teilten sich in sechs Arbeitsgruppen auf. Ob beim Trommeln mit Anja Henatsch und Torsten Otto oder beim Theater mit Martine Schoenmakers – es wurde laut und leidenschaftlich. Bei der Mal-Gruppe ging es eher leise zu – die rund zehn Teilnehmer_innen mussten sich unter Anleitung von Silja Korn mit verbundenen Augen Farben, Materialien und Stoffen widmen und diese natürlich auf die Leinwand bringen. Wiederum laut und vor allem lecker  war es bei der Koch-Gruppe. Unter der Leitung von Tim Ünsal, Wahid,  Fatemeh, Mehdi und Anderen wurde gewaschen, geschnippelt und gebrutzelt – ein Essen für alle Teilnehmenden stand für den Abend auf dem Programm.

Lediglich den Aktivist_innen, die sich durch den Kiez bewegten, um auf Barrieren für Rollstuhl-Fahrer_innen aber auch Erblindete aufmerksam zu machen, machte die Kälte zu schaffen. Das aber tat der Stimmung keinen Abbruch.

Spontan bildete sich eine zusätzliche Arbeitsgruppe zur lokalen Geschichte. In zwei Runden führte Markus Runge durch das Nachbarschaftshaus und dessen bewegter Vergangenheit als Offiziers-Casinos.

Abends dann folgten gelungene Präsentationen und ein tolles Essen aus türkischer, indischer, persischer und arabischer Küche. Bei den Mengen war davon auszugehen, dass alle satt wurden – Dank an Tim und seine Freunde!

Dank aber auch an alle anderen Gruppen und Beteiligte, die allesamt solch Neugier entwickelt und trotz mancher Hürden wacker durch gehalten haben.

Ernst und lustig zugleich ging es bereits vormittags zu. Dietmar von der Forst und Hülya Karcı boten rund 15 Interessierten eine Fortbildung zu kreativer Arbeit mit beeinträchtigten Menschen. Rund drei Stunden gaben sich die Teilnehmer_innen theoretischen Ausführungen, aber auch handfesten praktischen Übungen, hin.

Insofern ein rundum gelungener  - und diesmal ein wenig anderer – Tag.
Mehr davon!

Foto: Maichel Dutta
Foto: Maichel Dutta
Foto: Maichel Dutta
Foto: Maichel Dutta
Foto: Maichel Dutta
Foto: Maichel Dutta
Foto: Maichel Dutta
Foto: Muhammad Ibrahim
Foto: Muhammad Ibrahim
Foto: Muhammad Ibrahim
Foto: Maichel Dutta
Foto: Maichel Dutta
Foto: Maichel Dutta
Foto: Maichel Dutta

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