Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Gaby hegt Erinnerungen in Form von Limericks

Reise-Erinnerungen an Uslar

Am Bahnhof standen sie bereit mit Tabletten,
falls wir wieder einen Unfall zu beklagen hätten.
Doch Gudula saß diesmal munter und frisch
plappernd mit uns am Mittagstisch
und vertraute auf die Heilkraft von Zigaretten.

12 späte Zünder aus Berlin
wollten einmal ihrem Alltag entflieh‘n.
Sie reisten mit dem Zug nach Uslar,
doch weil dort ständig Regenguss war,
zogen sie es vor, sich wieder zu verzieh‘n.

In Uslar gab es einen begnadeten Koch,
dessen Köstlichkeiten man schon von weitem roch.
Der bekam Besuch von 12 verrückten Alten,
weshalb er vor Schreck ließ seine Küche erkalten
und zur Sicherheit schnell in ein Ofenrohr kroch.

Bei einem Spaziergang so ganz in Ruh‘
entdeckten wir Kühe und ein schwarzes Schaf dazu.
Es steckte im Zaun fest und schrie uns an,
wir aber meldeten in der Küche sodann:
Heut‘ gibt‘s ein leck‘res Ragout.

Den Johanning bat eine Frau für ihren Dinkelklops
zum späteren Weiterverzehr um eine Tupper-Box.
Er ließ ihr den Glauben und gab ihr die Reste,
reichte ihr den Hut und wünschte das Beste,
denn zu gut schmeckte der Veganerin der Auerochs!

In Uslar geschah es dereinst so:
eine Schauspielerin setzte sich auf einen Kaktus
mit dem Po.
„Welch ein Glück“, riefen die anderen erleichtert aus,
„wir haben ja zufällig einen Doktor im Haus.“
Der aber sprach: „Gemach, gemach!
Ich war nur Arzt für H, N und O“.

Die Spuren am Tatort sprachen Bände:
Gaby hatte den Mann verschleppt in die Fremde.
Seine Braut heulte sich die Augen aus,
bestellte die Feier ab und den Hochzeitsschmaus.
Flammkuchen muss er ihr nun backen bis ans Ende!

Es gab einen Justus zu Uslar,
der ein großer Freund von Genuss war.
Der brachte mit poetischen Sachen
die Leut‘ um ihn herum stets zum Lachen,
so dass für sie mit Langeweile Schluss war.

Unterbrochen in seinem Redefluss
staunte der Justus nicht schlecht zum Schluss,
als Karla, ohne Warnung,
ihn erstickte in einer Umarmung
und ihm verpasste einen innigen Abschiedskuss.

Eine Göre saß zwischen Blumen in Berlin auf ihrem Balkon
und genoss entspannt ein gepflegtes Tässchen Oolong.
Sie lachte über die fröhliche Uslarer Nacht,
sie hatten gesungen und Faxen gemacht,
dabei erstickte sie an ihrem Bonbon.