Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Kreative Potenziale des Alters

Millionenbauern

Kreative Potenziale des Alters schreiten zur gemeinsamen Tat!

Seit mehreren Jahren arbeiten in verschiedenen Berliner Stadtteilen Seniorengruppen im kreativen Bereich – sie machen Theater, trommeln, singen, tanzen und entwickeln aus dem eigenen Erleben heraus Programme für alle Generationen. Im Oktober 2014 machten sie sich alle zusammen ans Werk und bespielten vom Keller bis zum Dach das Jugend Museum Schöneberg. Darstellerinnen und Darsteller aus sieben Gruppen – Die Weisen Seher, Rosa Falten, Fallobst, Drum Circle 50+, Pfefferstreuer, Sultaninen, Bewegungstheater – sie alle beschäftigten sich mit den Auf- und Umbrüchen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, als Berlin heftig in die Breite wuchs und die bis dahin gültigen Klassenschranken ins Wackeln gerieten. 50 ältere Menschen aus sämtlichen Ecken der Stadt präsentieren eine Theaterproduktion, gemeinsam erdacht und gestaltet, die dem Publikum an verschiedenen Stationen des Hauses Einblicke in die Welt der sogenannten Millionenbauern gibt und es mitnimmt in eine andere Zeit.

Inhalt

Berlin in den Gründerjahren ist ein Ort großer Veränderungen. Die Stadt wird Hauptstadt und zieht viele Menschen an, die auf der Suche sind nach städtischem Vergnügen und Wohnraum, um ein neues Leben zu gestalten.

So machten die Bauern, die vor den Toren der Stadt lebten und arbeiteten, gute Geschäfte, denn sie verkauften ihr Land als Bauland. Sie wurden über Nacht so reich, dass sie den Namen „Die Millionenbauern“ bekamen. Die Villen, die auf ihren ehemaligen Ländereien errichtet wurden, nannte man „Millionenbauern-Villen“.

Die Bauern erhofften sich von ihrem plötzlichen Reichtum auch gesellschaftlichen Aufstieg. Eine Bauerntochter ist auf einmal eine interessante Partie zum Heiraten! Aber warum sollte sich ein adliger Sohn auf eine solche Verbindung einlassen?
Ist der Adel auf die Mitgift der Bauerntöchter angewiesen?
Wer profitiert in dieser ungewohnten Verbindung von wem?

Eine außergewöhnliche Kulisse bringt auch einen außergewöhnlichen Aufführungsstil mit sich. So ist die übliche Grenze zwischen Zuschauer und Schauspieler aufgehoben. Es wird nicht klassisch auf einer Bühne gespielt, wie im Theater meist üblich, sondern das Publikum wird eingeladen, gemeinsam eine Wanderung durch das Jugend Museum Schöneberg zu machen. An verschiedenen Stationen erleben Sie kleine Szenen, die nach und nach die Geschichte um die Millionenbauern lebendig werden lässt.

Jugendmuseum

Wie Überreste aus vergangenen Zeiten finden sich heute die Millionenbauern-Villen aus der Gründerzeit entlang der Schöneberger Hauptstraße. Rings um die alte Dorfaue, heute verkehrsumtost, lag Alt-Schöneberg. Von Beschaulichkeit und Landidylle ist im Straßenbild nichts mehr zu spüren. Wer sich für die Geschichte des Bezirks interessiert, geht deshalb besser ins Jugend Museum, das seit 1994 in einer dieser Villen untergebracht ist. Von der Bel Etage bis zum Kellergeschoss können junge (und erwachsene) Besucherinnen und Besucher hier ihre Entdeckungen machen - in den Wunderkammen warten Wunderkisten, die Villa Global lädt ein zum Türen öffnen und im Souterrain  kann gewerkelt werden. Alles dreht sich um Geschichte, aber irgendwie auch immer um die Gegenwart und das Leben von Menschen - damals wie heute. Das Jugend Museum hat in den letzten zwanzig Jahren nicht nur viele Freunde gewonnen, sondern auch Partner, die die Arbeit mit ihrem Ansatz bereichern. Dazu gehört auch das Theater der Erfahrungen, das schon häufig in unserem Haus zu Gast war. Die Begegnung von Jung und Alt und das vorurteilsfreie gemeinsame Tun gehört  zu den schönsten Erfahrungen unserer Museumsarbeit.

Hier ein paar Eindrücke der letzten Aufführungen Millionenbauern im November 2015

 

 

Kontakt

Theater der Erfahrungen - Werkstatt der alten Talente
Vorarlberger Damm 1
12157 Berlin
Standort / BVG Fahrinfo

Tel 030 / 8 55 42 06
Fax 030 / 8 55 43 78
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Leitung
Eva Bittner, Prof. Johanna Kaiser

Förderverein

Der Förderverein des
THEATERS DER ERFAHRUNGEN
ist gemeinnützig und unterstützt die Arbeit des Theaters ideell und materiell.

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