Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Theater der Erfahrungen

Der OstSchwung

"Mauern überwinden" zwischen Ost und West und zwischen Alt und Jung - aus dieser Ambition heraus entstand die Theatergruppe OstSchwung, die 1993 in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Berolina gegründet wurde.

Das erste Theaterstück "Klassenziele", das über 15 Jahre lang fast einhundet Mal gespielt wurde, stand für diese Motto exemplarisch. Darin setzten sich die Spieler_innen, ausgehend von ihre eigenen Biographien, mit der Gründergeneration der DDR und deren Erfahrungen nach 1989 auseinander.

Mittlerweile hat die Gruppe, die seit vielen Jahren im Haus der Jugend Mitte probt, neun Produktionen erarbeitet, vier davon mit Jugendlichen, wobei sich ihr Themenspektrum kontinuierlich erweitert hat.

Leitung: Dieter Bolte

Das aktuelle Repertoire der Gruppe umfasst zwei Stücke:

Ach du liebes bisschen! (2009)

Diese bunte Szenencollage zum Thema Liebe versucht das höchste der Gefühle von möglichst vielen Seiten zu erfassen: So kann Liebe Verrücktes hervorbringen, Vaterlandsliebe aber auch Verrückte stark machen. Und zwischen Kontaktanzeigen und Blind Dates tritt die Gewissheit zutage, dass zum Zusammensein auch der Abschied und zur Liebe auch der Schmerz gehört. Eine emotionale Zeitreise durch eine nicht immer rosige Gefühlswelt.

Eine andere Welt – Ein Stück über das Annehmen und Loslassen (2014)

Im Rahmen des Projektes Vergissmeinnicht setzte sich der OstSchwung mit dem Thema Demenz auseinander und entwickelte ein neues Theaterstück.

Wie ist das, wenn der Bruder nicht mehr allein nach Hause findet?
Oder wenn die beste Freundin sich nicht mehr an gemeinsam Erlebtes erinnern kann?
Wie kommt man überhaupt damit zurecht, dass ein geliebter Mensch dement wird?

Nicht selten wird Demenz auch als "Angehörigkrankheit" bezeichnet, denn sie bringe oft auch für das Umfeld der Betroffenen schwerwiegende Veränderungen mit sich. Deshalb stehen in diesem Stück die Angehörigen von Menschen mit Demenz im Mittelpunkt. Sie berichten von unruhigen Nächten, den Sorgen, Ängsten und der Erschöpfung, die die Fürsorge für ihren Partner oder Verwandten mit sich bringt. Aber ihre Geschichten zeigen auch, dass dieses Leben komische, berührende und wertvolle Momente bereithalten kann.

Hier ein fünf minütiger Trailer - Klicken und schauen Sie mal rein!

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Alarmstufe ALT (2012)

In einem ersten Anlauf wurde das Theaterstück im Dezember öffentlich im Rahmen einer Werkstattaufführung gezeigt. Danach wurde - auch wegen vieler Turbulenzen in der Gruppe - um- und neu besetzt sowie um und neu inszeniert und wiederum geprobt. Eine erste öffentliche Aufführung wird für 2017 erwartet.

Soviel ist aber jetzt schon klar:

Die jüngsten Zahlen sind alarmierend: Die Alten werden immer mehr und obendrein bleiben sie auch immer länger jung! Da wird es Zeit, dass der OstSchwung seine Sicht auf  Errungenschaften und Missstände des Alters präsentiert:

Ist das Begleiten wohlhabender Witwen wirklich der richtige Minijob, um einer Altersarmut vorzubeugen? Warum soll man im Alter eigentlich jünger aussehen als man sich fühlt? Oder braucht man einfach statt der alten Parteien Alten-Parteien?

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Kontakt

Theater der Erfahrungen - Werkstatt der alten Talente
Vorarlberger Damm 1
12157 Berlin
Standort / BVG Fahrinfo

Tel 030 / 8 55 42 06
Fax 030 / 8 55 43 78
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Leitung
Eva Bittner, Prof. Johanna Kaiser

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Der Förderverein des
THEATERS DER ERFAHRUNGEN
ist gemeinnützig und unterstützt die Arbeit des Theaters ideell und materiell.

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